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<title>Wunsch</title>
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<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Wunsch</span></h1>
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<div id="mw-content-text" class="mw-body-content mw-content-ltr" lang="de" dir="ltr"><div class="mw-content-ltr mw-parser-output" lang="de" dir="ltr">
<p>Ein <b>Wunsch</b> ist das <a href="Begierde" title="Begierde">Begehren</a> nach einer Sache oder einer Fähigkeit, einer Veränderung der <a href="Realit%C3%A4t" title="Realität">Realität</a> oder Erreichen eines Zieles für sich selbst oder andere. Wünsche können unter anderem in gute und böse Wünsche, in vernünftige und unvernünftige, mögliche und unmögliche (vergebliche) und in gerechte und ungerechte Wünsche eingeteilt werden.<sup id="cite_ref-1" class="reference"><a href="#cite_note-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> <a href="Sigmund_Freud" title="Sigmund Freud">Sigmund Freud</a> unterscheidet außerdem bewusste und <a href="Unbewusste_W%C3%BCnsche" title="Unbewusste Wünsche">unbewusste Wünsche</a>.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Psychologie">Psychologie</h2></div>
<p>Der Wunsch nimmt die <a href="Imagination" title="Imagination">Imagination</a> („Wunschimagination“) eines „<a href="Bed%C3%BCrfnis" title="Bedürfnis">Bedürfnisses</a>“ zur Grundlage seines Entstehens.<sup id="cite_ref-2" class="reference"><a href="#cite_note-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-3" class="reference"><a href="#cite_note-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Das Wünschen ist Ausdruck eines mentalen Prozesses („<a href="Mentalisierung" title="Mentalisierung">Mentalisierung</a>“). Damit würde auch seine Erfüllung, gelänge sie, lediglich einen <a href="Imagination" title="Imagination">imaginierten</a> Charakter aufweisen, eine imaginative Befriedigung, die sich ein solcherart Handelnder vorstellte, ohne sie wirklich fühlen zu können.<sup id="cite_ref-4" class="reference"><a href="#cite_note-4"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-5" class="reference"><a href="#cite_note-5"><span class="cite-bracket">[</span>5<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die „Wunschimagination“ oder „desiderative Mentalität“ bezieht sich in ihrem Kontext auf eine bestimmte <a href="Vorstellung" title="Vorstellung">Vorstellung</a> zu einem bestimmten <a href="Zeitpunkt" title="Zeitpunkt">Zeitpunkt</a>, der in der <a href="Zukunft" title="Zukunft">Zukunft</a> liegt. Für Erny (2007) steht der Wunsch als „die positive Einstellung zur Realisierung eines Sachverhaltes“.<sup id="cite_ref-6" class="reference"><a href="#cite_note-6"><span class="cite-bracket">[</span>6<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Nach Erny muss aber ein Wunsch nicht unbedingt und zwingend „handlungswirksam“ werden, denn erst durch die <a href="Entscheidung" title="Entscheidung">Entscheidung</a>, einen Wunsch handlungswirksam werden zu lassen, der den Wunsch zum <a href="Wille" title="Wille">Willen</a> werden lässt, kann eine <a href="Handeln" title="Handeln">Handlung</a> realisiert werden. Binder (2014) fasste den Wunsch, in seiner „Typologie intentionaler Zustände“, unter die Rubrik „<a href="Affektivit%C3%A4t" title="Affektivität">affektiver</a> Bewußtseinszustand mit Erfüllungsbedingungen“ und grenzte sie gegen „affektive Bewußtseinszustände ohne Erfüllungsbedingungen“, auch als „<a href="F%C3%BChlen_(Psychologie)" title="Fühlen (Psychologie)">Gefühle</a>“ bezeichnet, ab.<sup id="cite_ref-7" class="reference"><a href="#cite_note-7"><span class="cite-bracket">[</span>7<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p><span id="Wunschdenken"></span>
<b>Wunschdenken</b> ist die Neigung, Gewünschtes und Erhofftes als wahrscheinlich oder gar gesichert anzunehmen und das, was dem im Wege steht, zu unterschätzen.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Wunscherfüllung_im_Traum"><span id="Wunscherf.C3.BCllung_im_Traum"></span>Wunscherfüllung im Traum</h3></div>
<p>Sigmund Freud schrieb, dass Träume verdeckte Wunscherfüllungen seien. Sie gehörten zum inneren Wesen des <a href="Traum" title="Traum">Traumes</a>, zu den substantiellen Bestimmungsstücken jedes Traumes. Im Traum träten <a href="Verdr%C3%A4ngung_(Psychoanalyse)" title="Verdrängung (Psychoanalyse)">verdrängte</a> und <a href="Tabu" title="Tabu">tabuisierte</a> Wünsche in symbolisch verkleideter Form auf, die ins Bewusstsein drängten, aber zunächst vom Bewusstsein abgewehrt würden. Freud nahm die Existenz eines inneren Traumarbeitsmechanismus oder Zensors an, der sehr starke, sozial nicht akzeptierte Wünsche (meist <a href="Sex" title="Sex">sexueller</a> Natur) in nicht unmittelbar verständliche, <a href="Symbol" title="Symbol">symbolische</a> Bilder umwandelt.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Philosophie">Philosophie</h2></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Wunsch_und_Wille">Wunsch und Wille</h3></div>
<p>Wunsch und Wille sind verwandt. Der Wille ist oft ein starker Wunsch. Der Wunsch unterscheidet sich vom Willen:
</p>
<ul><li>Entschiedenheit: Der Wunsch ist verwandt mit der <a href="Sehnsucht" title="Sehnsucht">Sehnsucht</a>. Vom Willen unterscheidet er sich im Grad der Entschiedenheit oder Entschlossenheit: Der Wunsch stellt das frühe Stadium des Willens dar, noch wird zögerlich formuliert, abgewogen und überlegt. Beim Willen ist man dagegen zumindest theoretisch sicher, sich für das nun klar definierte Gewünschte selbst zu engagieren.</li>
<li>Punktuell: Der Wunsch bezieht sich auf ein bestimmtes Ereignis oder einen bestimmten Gegenstand, mit dessen Eintreten oder Erhalten der Wunsch erfüllt ist. Der Wille dagegen ist meist eher eine länger anhaltende <a href="Geisteshaltung" class="mw-redirect" title="Geisteshaltung">Geisteshaltung</a>, die verschiedene Ereignisse nacheinander bewirken kann.</li>
<li>Adressat: Der Wille wirkt aus eigenem Antrieb heraus, ohne direkte Einwirkung fremder Einflüsse. Der Wunsch richtet sich oft an einen konkreten Adressaten, das kann auch der Wünschende selbst sein.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Epikur:_Drei_Arten_von_Wünschen"><span id="Epikur:_Drei_Arten_von_W.C3.BCnschen"></span>Epikur: Drei Arten von Wünschen</h3></div>
<p>Der <a href="Alte_Griechen" class="mw-redirect" title="Alte Griechen">griechische</a> <a href="Philosoph" title="Philosoph">Philosoph</a> <a href="Epikur" title="Epikur">Epikur</a> unterschied drei Arten von Wünschen:
</p>
<ul><li>natürliche und notwendige Wünsche</li>
<li>natürliche und nicht notwendige Wünsche</li>
<li>nicht natürliche und nicht notwendige Wünsche</li></ul>
<p>Natürliche und notwendige Wünsche sichern das Überleben. Dazu gehören Essen, Trinken, Nahrung und Kleidung. Sie entsprechen den menschlichen Grundbedürfnissen, deshalb müssen diese Wünsche immer befriedigt werden. Natürliche und nicht notwendige Wünsche sind den Sinnen angenehm, aber zum Überleben eigentlich überflüssig. Oft aber ist die Befriedigung dieser Wünsche vorteilhaft. Nicht natürliche und nicht notwendige Wünsche werden durch eine Meinung hervorgerufen. Diese Wünsche sollten nach Epikur niemals erfüllt werden. Epikur war für Mäßigung, beispielsweise sagte er: „Der Reichtum, der keine Grenze hat, ist eine große Armut.“
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Wittgensteins_Philosophische_Untersuchungen">Wittgensteins Philosophische Untersuchungen</h3></div>
<p><a href="Ludwig_Wittgenstein" title="Ludwig Wittgenstein">Ludwig Wittgenstein</a> beschreibt in seinen <i><a href="Philosophische_Untersuchungen" title="Philosophische Untersuchungen">Philosophischen Untersuchungen</a></i> Wünschen als ein charakteristisches Erlebnis, wie Wiedererkennen, sich Erinnern. Der Wunsch scheine schon zu wissen, was ihn erfülle, er antizipiere die Zukunft. Ein Wunsch sei unbefriedigt, denn er sei eine Erwartung von etwas. Der Satz „Ich habe Lust auf einen Apfel“ sei demnach keine Äußerung eines Wunsches, sondern einer Unbefriedigung. In vielen Fällen verhülle das Wort „Wünschen“ das Gewünschte. Dass ein Ereignis einen Wunsch zum Schweigen bringe, heiße nicht, dass es ihn erfülle. Worte wie „Möge er doch kommen“ können mit einem Wunsch geladen sein. Dabei seien Wünsche manchmal schwer auszusprechen.
</p><p>Wittgenstein unterscheidet zwischen Wunsch und Willen. Wenn man seinen Arm willkürlich bewege, dann bediene man sich nicht eines Mittels, die Bewegung herbeizuführen. Auch ein Wunsch sei nicht so ein Mittel. Das Wollen, wenn es nicht eine Art Wunsch sein solle, müsse das Handeln selbst sein, zum Beispiel Sprechen, Schreiben, Reden. Ein Wunsch sei nicht, den Arm zu heben. Wenn man ihn hebe, so habe man noch nicht gewünscht, ihn zu heben. Ein Wunsch sei beispielsweise, wenn man hofft, einen Kreis fehlerfrei zu zeichnen.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Metawünsche"><span id="Metaw.C3.BCnsche"></span>Metawünsche</h3></div>
<p><a href="Douglas_R._Hofstadter" title="Douglas R. Hofstadter">Douglas R. Hofstadter</a> beschreibt in seinem Buch <a href="G%C3%B6del%2C_Escher%2C_Bach" title="Gödel, Escher, Bach">Gödel, Escher, Bach – ein endloses geflochtenes Band</a> Metawünsche. Das sind Wünsche, die sich auf Wünsche beziehen. Gelegentlich werden diese auch „Wünsche zweiter Ordnung“ genannt (von engl. <i>second-order desires</i>). Zu den Metawünschen gehören Wünsche nach mehr Wünschen, Wünsche nach Änderung des Wunschtyps, Wünsche zur Aufhebung von Wünschen und andere Wünsche. Die Erfüllung von Metawünschen ist problematisch, weil sie zu Paradoxien führen kann. Zu den Metawünschen gehören alle Wünsche, die hinsichtlich eines Wunsches selbstbezügliche Eigenschaften haben oder einen Wunsch zum Inhalt haben, also Wünsche auf einer höheren Ebene sind.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Im_Alltag">Im Alltag</h2></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Grüßen"><span id="Gr.C3.BC.C3.9Fen"></span>Grüßen</h3></div>
<p>In vielen Kulturen wird ein <a href="Gru%C3%9F" title="Gruß">Gruß</a> als Wunsch ausgesprochen, etwa „Guten Morgen“, „Zum Wohle!“ oder im Arabischen <a href="Sal%C4%81m#Salām_als_Begrüßungsformel" title="Salām">„Salām“</a>. Die Wünsche beruhen auf dem Glauben und der Erfahrung, dass gute Wünsche die Zukunft und das Zusammenleben positiv beeinflussen können, und beruhen oftmals auf Gegenseitigkeit.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Handel">Handel</h3></div>
<p>Einer der vier Bestandteile des Marketing-Modells <a href="AIDA-Modell" title="AIDA-Modell">AIDA</a>, das beim Verkaufsabschluss helfen soll, ist „Desire – der Wunsch nach dem Produkt wird geweckt“.
</p>
<div class="sieheauch" role="navigation" style="font-style:italic;"><span class="sieheauch-text">Siehe auch</span>: <a href="Typologie_der_W%C3%BCnsche" title="Typologie der Wünsche">Typologie der Wünsche</a></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Wunschzettel">Wunschzettel</h3></div>
<p>Vor <a href="Weihnachten" title="Weihnachten">Weihnachten</a> schreiben Kinder ihre Wünsche auf Wunschzettel für den <a href="Weihnachtsmann" title="Weihnachtsmann">Weihnachtsmann</a> oder das <a href="Christkind" title="Christkind">Christkind</a> auf. Beim Aufschreiben beschäftigen sie sich intensiv mit ihren Wünschen.
</p>
<div class="sieheauch" role="navigation" style="font-style:italic;"><span class="sieheauch-text">Siehe auch</span>: <a href="Basler_Wunschbuch" title="Basler Wunschbuch">Basler Wunschbuch</a></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Wunscherfüllende_Medizin"><span id="Wunscherf.C3.BCllende_Medizin"></span>Wunscherfüllende Medizin</h3></div>
<p><a href="Wunscherf%C3%BCllende_Medizin" title="Wunscherfüllende Medizin">Wunscherfüllende Medizin</a> unternimmt medizinisch nicht <a href="Indikation" title="Indikation">indizierte</a> Eingriffe in den menschlichen Organismus mit dem Ziel der Verbesserung, Veränderung oder Erhaltung von Form, Funktion, kognitiven Fähigkeiten oder emotionalen Befindlichkeiten (z. B. <a href="Neuro-Enhancement" title="Neuro-Enhancement">Neuro-Enhancement</a>) unter ärztlicher Verantwortung.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Kunst">Kunst</h2></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Märchen"><span id="M.C3.A4rchen"></span>Märchen</h3></div>
<p>Im <a href="M%C3%A4rchen" title="Märchen">Märchen</a> haben Wünsche oft magischen Charakter. Besonders häufig hat der <a href="Protagonist" title="Protagonist">Protagonist</a> drei Wünsche frei, deren Erfüllung ihm zugesichert und gewährt wird. Bisweilen werden die Wünsche aber in anderer Weise erfüllt, als es sich der Wünschende gedacht hat. Viele der bekanntesten Märchen gehören zu den Wunschmärchen.
</p><p>Hierbei gibt es verschiedene Arten von Wünschen:
</p>
<ul><li>gute oder schlechte Wünsche (Verwünschungen) gegenüber der Hauptperson <i>(<a href="Dornr%C3%B6schen" title="Dornröschen">Dornröschen</a>)</i>,</li>
<li>Kinderwunsch („Es waren einmal ein König und eine Königin, die wünschten sich ein Kind und bekamen immer keins“)</li>
<li>Belohnung oder Strafe <i>(<a href="Frau_Holle" title="Frau Holle">Frau Holle</a>)</i>,</li>
<li>Erfüllung eines Wunsches nach dem Versprechen eines unbekannten Lohnes, der dann verweigert wird <i>(<a href="Rumpelstilzchen" title="Rumpelstilzchen">Rumpelstilzchen</a>)</i></li>
<li>Wunschexzess – ein erfüllter Wunsch zieht immer größere Wünsche nach sich <i>(<a href="Vom_Fischer_und_seiner_Frau" title="Vom Fischer und seiner Frau">Vom Fischer und seiner Frau</a>)</i></li>
<li>Wünsche der Hauptperson auf Grund eines Verdienstes (zum Beispiel Befreiung eines <a href="Dschinn" title="Dschinn">Flaschengeistes</a> oder einer <a href="Elfen" title="Elfen">Elfe</a>; oder Hilfe für jemanden in Not)</li></ul>
<p>Wenn ein Held einen oder mehrere Wünsche frei hat, könnte er sich mit Hilfe dieser Wünsche beliebig viele weitere freie Wünsche wünschen. In den meisten Märchen und Geschichten, in denen Wünsche vorkommen, taucht dieser Gedanke nicht auf. Wo er doch geäußert wird, wird er normalerweise zurückgewiesen.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Film_und_Literatur">Film und Literatur</h3></div>
<p>In <a href="Andrei_Tarkowski" class="mw-redirect" title="Andrei Tarkowski">Andrei Tarkowskis</a> Film <i><a href="Stalker_(Film)" title="Stalker (Film)">Stalker</a></i> führt die Hauptperson einen Journalisten und einen Wissenschaftler durch eine Zone hin zu einem sagenhaften Zimmer, in dem die geheimsten Wünsche erfüllt werden.
</p><p>In <a href="Sergei_Snegow" class="mw-redirect" title="Sergei Snegow">Sergei Snegows</a> Buch <i>Menschen wie Götter</i> ist die Wissenschaft so weit gediehen, dass man praktisch fast alles machen kann. Der Unterschied von Märchen und Realität verschwindet. Es entstehen Fabelwesen wie Drachen und andere.
</p><p>In <a href="Olga_Larionowa" class="mw-redirect" title="Olga Larionowa">Olga Larionowas</a> Geschichte <i>Der Leopard vom Kilimandscharo</i> wird der Wunsch vieler wahr, das eigene Todesdatum zu kennen. Sie denken, dass dieses Wissen bei der Lebensgestaltung helfen könne, aber es erweist sich als Irrglaube und für die meisten als Alptraum.
</p><p><a href="Stanis%C5%82aw_Lem" title="Stanisław Lem">Stanisław Lem</a> beschrieb in der Geschichte <i>Wie die Welt noch einmal davonkam</i> (<i><a href="Kyberiade" title="Kyberiade">Kyberiade</a>,</i> Insel, 1983) eine Maschine, die alles machen kann, was mit dem Buchstaben „n“ anfängt.
</p><p><a href="Shel_Silverstein" title="Shel Silverstein">Shel Silverstein</a> beschreibt im Gedicht „Lester“ einen Jungen, der sich mit einem Wunsch weitere Wünsche wünscht und immer mehr neue Wünsche wünscht, die sich dann alle rings um auftürmten, bis er schließlich stirbt, da er sich von einem <a href="Kobold" title="Kobold">Goblin</a> in einer wunderschönen Welt voller Äpfel und Küsse und Schuhe nur immer Wünsche gewünscht hat.<sup id="cite_ref-8" class="reference"><a href="#cite_note-8"><span class="cite-bracket">[</span>8<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Literatur">Literatur</h2></div>
<ul><li><a href="Brigitte_Boothe" title="Brigitte Boothe">Brigitte Boothe</a> (Hrsg.): <i>Wenn doch nur – ach hätt ich bloß. Die Anatomie des Wunsches</i>. Rüffer&Rub, Zürich 2013, ISBN 978-3-907625-63-7</li>
<li>B. Gobrecht, H. Lox, Thomas Bücksteeg (Hrsg.): <i>Der Wunsch im Märchen. Heimat und Fremde im Märchen</i>. Hugendubel, 2003 (Forschungsberichte der <a href="Europ%C3%A4ische_M%C3%A4rchengesellschaft" title="Europäische Märchengesellschaft">Europäischen Märchengesellschaft</a>, Band 88)</li>
<li><a href="Pierre_Franckh" title="Pierre Franckh">Pierre Franckh</a>: <i>Erfolgreich wünschen, 7 Regeln wie Träume wahr werden</i>. KOHA, 2005, ISBN 3-936862-66-4</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Weblinks">Weblinks</h2></div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><div class="noresize noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Commons"></span></span></div><b><span class=""><a class="external text" href="https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Wishing?uselang=de"><span lang="en">Commons</span>: Wunsch</a></span></b> – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien</div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><span class="noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Wiktionary"></span></span></span><b><a href="https://de.wiktionary.org/wiki/Wunsch" class="extiw external" title="wikt:Wunsch">Wiktionary: Wunsch</a></b> – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen</div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><div class="noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size skin-invert-image" typeof="mw:File"><span title="Wikiquote"></span></span></div><b><a href="https://de.wikiquote.org/wiki/Wunsch" class="extiw external" title="q:Wunsch">Wikiquote: Wunsch</a></b> – Zitate </div>
<ul><li><a href="Brigitte_Boothe" title="Brigitte Boothe">Brigitte Boothe</a>: <a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.researchgate.net/publication/281215174_Psychoanalyse_des_Wunschens">Psychoanalyse des Wünschens</a>, 2010</li>
<li><a href="Katrin_Wille" title="Katrin Wille">Katrin Wille</a>: <a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.uni-hildesheim.de/media/fb2/philosophie/Mitarbeiter_innen/Wille/Wille_Aufs%C3%A4tze/Wunsch_und_Wille_-_Arbeit_an_einer_Unterscheidung-Katrin_Wille.pdf">Wunsch und Wille; Arbeit an einer Unterscheidung</a>, 2013</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Einzelnachweise">Einzelnachweise</h2></div>
<ol class="references">
<li id="cite_note-1"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-1">↑</a></span> <span class="reference-text"><i><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.zedler-lexikon.de/index.html?c=blaettern&bandnummer=59&seitenzahl=1114">Wunsch.</a></i> In: <a href="Johann_Heinrich_Zedler" title="Johann Heinrich Zedler">Johann Heinrich Zedler</a>: <i><a href="Grosses_vollst%C3%A4ndiges_Universal-Lexicon_Aller_Wissenschafften_und_K%C3%BCnste" title="Grosses vollständiges Universal-Lexicon Aller Wissenschafften und Künste">Grosses vollständiges Universal-Lexicon Aller Wissenschafften und Künste</a>.</i> Band 59, Leipzig 1749, Sp. 2201–2205.</span>
</li>
<li id="cite_note-2"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-2">↑</a></span> <span class="reference-text"><a href="Brigitte_Boothe" title="Brigitte Boothe">Brigitte Boothe</a>: <i>Das Narrativ: Biografisches Erzählen im psychotherapeutischen Prozess.</i> Schattauer, Stuttgart 2011, ISBN 978-3-7945-2801-1, S. 119 f.</span>
</li>
<li id="cite_note-3"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-3">↑</a></span> <span class="reference-text">Anna Kusser: <i>Dimensionen der Kritik von Wünschen.</i> (Athenäums Monografien: Philosophie; Bd. 257) Athenäum, Frankfurt am Main 1989, ISBN 3-610-09238-6 <a rel="nofollow" class="external text" href="https://d-nb.info/1186630892/34">hier S. 60</a></span>
</li>
<li id="cite_note-4"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-4">↑</a></span> <span class="reference-text"><a href="Rudolf_Eisler_(Philosoph)" title="Rudolf Eisler (Philosoph)">Rudolf Eisler</a>: <i>Wörterbuch der philosophischen Begriffe und Ausdrücke.</i> (1904), online textlog.de <a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.textlog.de/5448.html">Eisler – Wörterbuch: Wunsch</a></span>
</li>
<li id="cite_note-5"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-5">↑</a></span> <span class="reference-text"><a href="Brigitte_Boothe" title="Brigitte Boothe">Brigitte Boothe</a>: <i>Psychoanalyse des Wünschens.</i> S. 213–234 In: Kathy Zarnegin (Hrsg.): <i>Die Wissenschaft des Unbewussten.</i> Königshausen & Neumann, Würzburg 2010 <a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.researchgate.net/publication/336362279_Psychoanalyse_des_Wunschens">hier S. 2–3</a></span>
</li>
<li id="cite_note-6"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-6">↑</a></span> <span class="reference-text">Nicola Erny: <i>Willensfreiheit heute: Der neue Streit der Fakultäten.</i> In: <a href="Wolfgang_Tress" title="Wolfgang Tress">Wolfgang Tress</a>, <a href="Rudolf_Heinz" title="Rudolf Heinz">Rudolf Heinz</a> (Hrsg.): <i>Willensfreiheit zwischen Philosophie, Psychoanalyse und Neurobiologie.</i> Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2007, ISBN 978-3-525-40402-7, S. 71</span>
</li>
<li id="cite_note-7"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-7">↑</a></span> <span class="reference-text">Werner Binder: <i>Abu Ghraib und die Folgen: Ein Skandal als ikonische Wende im Krieg gegen den Terror.</i> transcript Verlag, Bielefeld 2014, auf books.google.de <a rel="nofollow" class="external text" href="https://books.google.de/books?id=m8DWBQAAQBAJ&pg=PA31&lpg=PA31&dq=w%C3%BCnschen+definition+imagination&source=bl&ots=ntZZb9A7VG&sig=ACfU3U3T55VAPDWp1IP2Z0S65EygcNNCjQ&hl=de&sa=X&ved=2ahUKEwjVnofrha76AhXbRPEDHXb7AMEQ6AF6BAgiEAM#v=onepage&q=w%C3%BCnschen%20definition%20imagination&f=false">hier S. 29–33</a></span>
</li>
<li id="cite_note-8"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-8">↑</a></span> <span class="reference-text"><a href="Shel_Silverstein" title="Shel Silverstein">Shel Silverstein</a>: <i>Where the Sidewalk Ends</i> (<i>Wo der Gehweg endet</i>), ISBN 0-06-025667-2</span>
</li>
</ol>
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